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Lotto gab es in der DDR bereits in den 60er Jahren. Bekannt waren die Spielarten 5 aus 90 (bis 1972, besungen in dem Schlager „90 kleine Lottozahlen“ von Bert Hendrix/VRP im Jahre 1969), 5 aus 45 sowie 6 aus 49 (diese Spielart wurde in zwei Ziehungen durchgeführt).
Im Januar 1972 jedoch ging eine neue Spielart an den Start: 5 aus 35. Ihr war die Sendung „Tele-Lotto“ gewidmet, die jeden Sonntag um 19.00 Uhr für eine knappe halbe Stunde im 1. Programm ausgestrahlt wurde (bis 1990 wurde sie auch im DFF gesendet, bis die Spielart eingestellt wurde; danach wurden lediglich die Ziehungsergebnisse der dann gültigen Spielarten verlesen). „Tele-Lotto“ eroberte sich bald einen festen Zuschauerplatz, denn ein Spannungs- und Unterhaltungswert wurde von dieser Sendung garantiert. Moderiert wurde die Sendung von Schauspielern, Unterhaltungskünstlern, Sportlern und bekannten Fernsehgesichtern. Einige von ihnen waren mit den Jahren auch mehrmals zu Gast.


Zum „Kult“ geriet „Tele-Lotto“ durch die Ziehungsanlage aus Glasfaser-Polyester (Durchmesser: 2 Meter, Höhe: 1,30 Meter), die einer Schnecke glich und von deren oberem Teil eine Holzkugel herunterrollte, die dann einen der 35 Zahlenkegel umklappte. Gezogen wurde die jeweilige Zahl von den sich ebenfalls im Studio befindlichen Ziehungsleitern; häufig war dies Walter Rohr vom VEB Wettspielbetriebe (auch ein Notar – zumeist Sabine Herrmann, Leiterin des Staatlichen Notariats von Berlin – war während der Sendung zugegen). Mithilfe eines Knopfes wurde der Mechanismus bedient, der die die Kugel (hörbar) im Inneren der Ziehungsanlage herauf bewegte, bis sie von selbst herunter rollte. Die Nummer des umgefallenen Kegels wurde danach vom Ziehungsleiter verkündet und der Moderator kündigte danach die mit dieser Zahl verknüpfte Rubrik sowie den dazu gehörigen Unterhaltunsbeitrag aus den Fernseharchiven (Dauer: 2-4 Minuten) an. – Besondere Spannung entstand immer dann, wenn die Kugel zwischen zwei Kegeln ins Leere lief... – die so genannten „Durchläufer“; in solch einem Falle wurde noch einmal gedrückt und beispielsweise verkündet: „Die dritte Kugel rollt“.
Liste der „Tele-Lotto“-Unterhaltungsrubriken:

1 – Anekdote
2 – Aus alten Filmen
3 – Ballett
4 – Blasmusik
5 – Chansons
6 – Ensemble der Welt
7 – Evergreens
8 – Fernsehspiel
9 – Filmspaß
10 – Frecher Zeichenstift
11 – Große Mimen
12 – Große Stimmen
13 – Heitere Verse
14 – Humor
15 – Jazz
16 – Junge Talente
17 – Komödie
18 – Kuriositäten
19 – Kurzkrimi
20 – Marschmusik
21 – Musical
22 – Oper
23 – Operette
24 – Schlager
25 – Sensationen
26 – Shanties
27 – Singeclub
28 – Spielfilm
29 – Sport
30 – Tanz
31 – Tierwelt
32 – Trickfilm
33 – Unterhaltungsmusik
34 – Volksmusik
35 – Zirkus

Ende der 80er Jahre wurde die Ziehungsanlage modernisiert und durch einen Glasbehälter ersetzt, in dem die Kugeln per Fliehkraft durcheinandergewirbelt wurden, bis nach dem Umdrehungsstopp eine Kugel durch den Glaszylinder herunterfiel. Dieses Gerät wurde auch für die neue „Tele-Lotto-Mittwochsziehung“ verwendet, die um 18. 52 Uhr im 2. Programm lief. Ein modernisiertes Logo erhielt „Tele-Lotto“ ebenfalls, der beliebte „Kegelmann“, den es auch als Plastikfigur gab, erschien von da an nicht mehr auf der Bildfläche.
Die Ziehung der anderen Spielarten war ebenfalls sonntags, aber schon um 18.40 Uhr im Programm. Die dortige Ziehung wurde von den diensthabenden Programmsprechern moderiert (auf die Vorstellung des Ziehungsleiters und des Notars wurde in den 80er Jahren verzichtet). Alle Ergebnisse der Lotto-Ziehungen wurden am Schluss der „Tele-Lotto“-Sendung verlesen und auch zum Sendeschluss im 1. und 2. Programm (vor der Programmvorschau für den nächsten Tag) erschienen die Glückszahlen noch einmal auf dem Bildschirm.

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